Kundgebung für den Frieden! 19.12.15 (Grußworte)

Grußwort von Heinz Bührmann GEW KV Oldenburg-Stadt
Liebe Friedensbewegte, liebe KriegsgegnerInnen,

der GEW-Kreisverband Oldenburg-Stadt unterstützt das Ansinnen, sich öffentlich mit Nachdruck GEGEN Militäreinsätze in Syrien auszusprechen.
Das bedeutet KEINESFALLS Verharmlosung des IS-Terrors,
das bedeutet NICHT Sympathie mit dem Regime Assad in Syrien,
das bedeutet auch NICHT: Wegschauen, Raushalten, Nichtstun!!!

Wir verstehen die Wut der Opfer, die Hilflosigkeit der Unschuldigen, die Trauer der Betroffenen…
Wir wissen aber auch: Gewalt provoziert immer auch wieder Gegengewalt, Bomben produzieren neue „Märtyrer“ und extrem gewaltbereite neue Menschen(gruppen)  – der IS entstand auch in Folge der „Intervention im Irak – , Krieg ist kein Weg zu einer friedlichen Welt, Gewalt ist keine Lösung!

Ökonomisch kann, wenn man denn will, viel gegen den IS und seine Geldquellen getan werden, gegen die Verbreitung fundamentalistischer pseudo-religiöser Strömungen hilft nur Bildung und Aufklärung!

Die Gewaltspirale darf sich nicht ständig in eine (negative) Richtung weiterdrehen!
Die GEW steht für Prävention von Konflikten, aber bestimmt NIE für „Vergeltung“
Eine Lösung wird nur mit Vernunft gefunden werden.
Wann wird mensch endlich schlau aus der Vergangenheit?

Solidarität!

Grußwort von Axel Brammer, Mitglied des Niedersächsischen Landtages (SPD)

Ich sitze an meinem Rechner und schreibe, wie zugesagt, das Grußwort für die Demo.
Dabei höre ich Reinhard Mey, Hannes Wader und Konstantin Wecker.
Sie singen „Es ist an der Zeit“.
Wer Kinder hat und dieses Lied hört, wird entsetzt zu folgender Meinung kommen:

Bei der Entscheidung, Truppen zur Unterstützung in den Krieg nach Syrien zu schicken, hat es sich die Bundesregierung zu einfach gemacht.
Dass der Bundestag diesem Vorschlag gefolgt ist, finde ich enttäuschend und nicht nachvollziehbar.
Diese Entscheidung ist
Ein Anfang ohne Blick auf das Ende.
Es ist mir klar, dass es sich die meisten Abgeordneten nicht leicht gemacht haben.Konstantin Wecker singt gerade:
„Ja auch dich haben sie schon genauso belogen“
Wie passend!
Der Beschluss im Bundestag wird dazu führen, dass wieder einmal vorwiegend die Zivilbevölkerung Opfer sein wird.
Die Mitglieder der Milizen des IS werden sich bei Luftangriffen in ihren Bunkern verkriechen und sterben muss wieder einmal die Zivilbevölkerung.
Sie werden die Zivilbevölkerung als Schutzschilde nutzen und der Hass wird größer.
Krieg ist kein Mittel, auf dem Weg in eine friedliche Welt.
Die Friedensbewegung war da schon einmal sehr viel weiter.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:
Auch ich bin sehr wohl der Meinung, dass der IS-Terror beendet gehört.
Die Brutalität dieser Organisation ist völkerrechtlich nicht tragbar.
Luftangriffe sind aber keine Lösung.
Für Lösungen braucht man Visionen, zurzeit offensichtlich Fehlanzeige.
Dazu sind die Egoismen zu groß.
Ein völkerrechtliches Mandat gibt es ebenfalls nicht.
Das kann man versuchen, hinzubiegen, es wird nicht gelingen.
Mit dem Beschluss des Bundestages, nimmt Deutschland am Dritten Weltkrieg teil.
Um dem IS-Terror zu begegnen, müssen ihm die Versorgungs- und Geldquellen verlässlich abgeschnitten werden.
Das bedeutet aber, dass sich die selbsternannten sogenannten Bündnispartner aufeinander verlassen können und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht.
Dahin ist es noch ein weiter Weg.
Gewinnen wird wieder nur eine:
Die internationale Waffenindustrie.
Ich wünsche der Veranstaltung einen guten und erfolgreichen Verlauf.
Wir müssen mehr werden!

Es ist an der Zeit.

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    Arbeitstreffen des Oldenburger Friedensbündnisses in den Räumen der ALSO, Donnerschweer Str. 55 – Seiteneingang Jeden zweiten Dienstag im Monat. Interessierte sind herzlich willkommen.
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